Die Verwendung von Weihnachtsschmuck hat in christlich und evangelisch geprägten Breitengraden eine lange Tradition. Unterschieden wird zwischen der Außendekoration, die an Häuserfronten, in Gärten oder an öffentlichen Plätzen verwendet wird, und der Innendekoration, die ausschließlich eine Verwendung im geschlossenen Raum vorsieht.

Außendekorationen sind Wind und Wetter ausgesetzt, weshalb sie speziellen Sicherheitsstandards unterliegen. Zudem ist darauf zu achten, dass ihre Befestigung keine Schaden an Fassaden und Häuserfronten hinterlässt. Traditioneller weise werden auch Einkaufsstraßen, Plätze und öffentliche Gebäudefassaden zur Weihnachtszeit geschmückt; hier greift man vor allen Dingen auf bunte Lichterketten, große Ornamente und hübsch geschmückte Weihnachtsbäume zurück. Öffentliche Dekorationen haben einen Mehrwert: Es soll feierliche Stimmung vermittelt werden, gleichzeitig soll die Kundschaft zu Einkäufen animiert werden. Oft gilt deshalb das Motto: je auffälliger der Schmuck, desto besser.
Die ersten Außendekorationen werden meist zwischen Mitte bis Ende November angebracht, in den Einkaufsstraßen und Geschäften mitunter jedoch schon (wesentlich) früher. Ein Abbau findet für gewöhnlich um den 6. Jänner statt.

Der Gebrauch von Innendekoration ist nur für geschlossene Räume vorgesehen; eine Nutzung außerhalb, beispielsweise für Dekorationen im Garten, ist unzulässig und vor allem gefährlich.
Für heimischen Weihnachtsschmuck werden gerne Motiven verwendet, die traditionell in Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest gebracht werden: Adventkalender, Kränze, Kerzen, Sterne, Kugeln, Geschenkpakete, Schneeflocken, Weihnachtspyramiden, Rentiere und – je nach Region – Christkind oder Weihnachtsmann. Viele Familien schmücken ihr Zuhause erst mit Beginn der Adventszeit, der Abbau erfolgt je nach Kulturkreis am Dreikönigstag (6. Jänner) oder mit der Feier zu Mariä Lichtmess (2. Februar).